×

Das Schüler*innen-Parlament tagt wieder!

Die Erziehung zur Demokratie liegt uns an der Clemensschule sehr am Herzen. Daher freuen wir uns sehr, dass das Schüler*innen-Parlament wieder tagen kann. Das Schüler*innen-Parlament setzt sich zurzeit aus den Klassensprecherteams der Stufen 3 und 4 zusammen.

Als Mitglieder des Parlamentes sind zurzeit Lisa und Roni, Nora und Leon, Malou und Issam, Lina und Henrik, Jule sowie Leo und Christopher, Klara und Leotrim, Lina und Edis sowie Janis und Julia bzw. Vincent und Olivia gewählt.

Das Schüler*innen-Parlament trifft sich jeden dritten Mittwoch mit Frau Schoth, einer Vertreterin aus dem Lehrerkollegium, in der Aula und bespricht aktuelle Probleme des Schulalltags sowie Interessen und Wünsche der Kinder, die vorab im Klassenrat besprochen und gesammelt wurden. Dies können z.B. die Verbesserung der Toilettensituation oder die Gestaltung des Schulhofes sein. Gemeinsam werden diese Probleme und Wünsche diskutiert, um anschließend Lösungsvorschläge zu erarbeitet, die möglichst zeitnah in der Schule umgesetzt werden.

Obwohl das Schüler*innen-Parlament zurzeit nur aus Vertretern der Jahrgangsstufen 3 und 4 besteht, werden natürlich auch die Anliegen von Stufe 1 und 2 gehört, da es einen „“Schüler*innenparlamentsbriefkasten gibt, in denen sie ihre Anliegen einwerfen können.

Somit leistet das Schüler*innen-Parlament einen Beitrag, dass unsere Kinder spüren und erleben, dass ihre Stimme gehört und ernstgenommen wird und dass sie das Schulleben an der Clemensschule aktiv mitgestalten können.

Damit diese Lösungsansätze von allen Beteiligten in der Schule gehört werden, hatte das Schülerparlament am 01.12. einen ganz besonderen Auftritt. Das Parlament wurde nämlich in die Lehrerkonferenz eingeladen und hat dort seine Ideen zu den Themen „Schulhof“, „Toilettensituation“, „Baum vor der Umkleide“ und „Fußballsituation“ vorgestellt.

Obwohl die Situation für die Kinder sehr ungewohnt und eine gewisse Nervosität vorhanden war, haben sie ihre Ideen sehr sicher vorgetragen und den Lehrerinnen und Lehrern somit ihre Anliegen dargelegt und diese auch selbstbewusst vertreten. Gebannt lauschten die Lehrerinnen und Lehrern den Ideen und Lösungsansätzen der Kinder und freuten sich, die Kinderperspektive auf gewisse Probleme im Schulalltag geschildert zu kriegen. Am Ende gab es kräftigen Applaus für unser Schülerparlament. Für dieses Engagement möchten wir uns ganz herzlich beim Schülerparlament bedanken und werden einige Ideen sicherlich in unsere weitere Arbeit mitaufnehmen!

 

Konzept des Schülerparlaments

 1. Einleitung

Ein wichtiger Bestandteil unseres pädagogischen Konzeptes ist die Erziehung zur Demokratie und die Befähigung unserer Schülerinnen und Schüler zur mündig-verantwortungsbewussten Teilhabe an der Gesellschaft. Grundlage für die Entwicklung dieser Fähigkeiten ist es, unsere Kinder spüren und erleben zu lassen, dass ihre Stimmen ernstgenommen und gehört werden.

Wir bieten unseren Kindern von Anfang an die Erfahrung, dass sie innerhalb der Schulgemeinschaft ihre Meinungen und Interessen frei äußern können und dass sie von allen Beteiligten aktiv gehört werden. Dies geschieht sowohl auf Klassenebene durch die Wahl eines Klassensprechers bzw. eines Vertreters und des wöchentlich stattfindenden Klassenrates als auch auf klassenübergreifender Ebene in Form des Schülerparlamentes.

 

 2. Aufbau und Aufgaben des Schülerparlamentes

Das Schülerparlament setzt sich zurzeit aus je einem zweiköpfigen Klassensprecherteam aus den Klassen der Stufen 3 und 4 zusammen. Getagt wird jeden dritten Mittwoch in der 5. Stunde in der Aula. Die Mitglieder des Parlamentes sind dabei für ein Halbjahr gewählt. Als Vertreterin des Lehrerkollegiums nimmt Frau Schoth an den Sitzungen teil. Sie unterstützt und hilft den Kindern während der Diskussion und der Entwicklung von Lösungsvorschlägen, hält sich aber ansonsten zurück, um den Kindern ein größtmögliches Autonomieerlebnis zu ermöglichen.

Als Vorbereitung auf die Schülerparlamentssitzung sammeln die jeweiligen Klassensprecherteams mit ihren Klassen wichtige Themen und Anliegen, die die ganze Schulgemeinschaft betreffen. Dies können z.B. Probleme des Schulalltags oder Interessen und Wünsche der Kinder wie die Umgestaltung des Schulhofes oder Ähnliches sein. Damit auch die Stimmen der Kinder aus den Stufen 1 und 2 im Schülerparlament gehört werden, werfen diese Stufen ihren Anliegen-Zettel in den Schülerparlamentsbriefkasten ein. Dieser wird vor Beginn jeder Sitzung geleert.

Zu Beginn einer jeden Parlamentssitzung werden die unterschiedlichen Rollen (z.B. zwei Parlamentsleiter, Regelwächter, Protokollant u.v.m.) verteilt. Die Rollen werden zu jeder Sitzung rotiert, um allen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, in jede Rolle zu schlüpfen und unterschiedliche Verantwortungsbereiche zu übernehmen.

Die Parlamentsleiter eröffnen die Sitzung und stellen dabei die vorab gesammelten Anliegen vor, welche gemeinsam geordnet werden. Nachdem abgestimmt wird, welche Anliegen priorisiert werden sollen, bilden sich zunächst kleine Arbeitsgruppen, die gemeinsam Lösungsansätze und Vorschläge für ihr Anliegen suchen. Gemeinsam werden die Ergebnisse der Arbeitsgruppen dann im Plenum besprochen und diskutiert. Die dabei erarbeiteten Lösungsvorschläge und Ideen werden schriftlich fixiert und nach Möglichkeit von den Mitgliedern des Schülerparlamentes in der Lehrerkonferenz vorgestellt, um alle Beteiligten des Schullebens zusammenzubringen und ein möglichst hohes Maß an gegenseitigem Austausch zu ermöglichen.

 

 3. Kompetenzförderung durch das Schülerparlament

Durch das Schülerparlament erleben und erlernen unsere Kinder schon früh und lebensweltnah in ihrem Alltag, dass sie ein Recht auf Mitbestimmung haben, was Demokratie und selbstbestimmtes Handeln bedeuten und wie sie lösungsorientierte Ideen zum Wohl der Schulgemeinschaft entwickeln.

Zudem werden viele lebenswichtige Einsichten und Kompetenzen gefördert wie:

  • die Wahrnehmung, dass sie mit ihrer Meinung ernstgenommen werden und etwas bewirken können
  • die Bereitschaft, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen
  • die Befähigung, ihre Anliegen und die Anliegen anderer zu artikulieren und sich für diese einzusetzen
  • die Freiheit der Meinungsäußerung, aber auch die Toleranz anderen Meinungen gegenüber
  • den Respekt vor Mehrheitsentscheiden und die Fähigkeit, Kompromisse einzugehen
  • die Stärkung der Ich-Kompetenz, aber auch die Stärkung des Wir-Gefühls innerhalb der Schulgemeinschaft

Somit trägt das Schülerparlament entschieden dazu bei, die Sozial- und Kommunikationskompetenz sowie das lösungsorientierte Denken und Handeln unserer Kinder zu fördern und zu entwickeln.

 

Stand: Dezember 2021

 

 

 

 

 

Hier finden Sie uns

Mit dem Klick auf den Button "ich bin einverstanden", bestätigen Sie, Ihre Daten an Google zu übertragen, welche dies sind können Sie HIER nachlesen

Anschrift

GGS Clemensschule Horrem
Am Schulberg 1
50169 Kerpen
Telefon: +49 (0) 2273 / 42 03
Telefax: +49 (0) 2273 / 56 63 32
Email: Kontaktformular